Was man mit Modellpferden machen kann?
Man kann sie natürlich ins Regal stellen und schön
finden, aber man kann noch viel mehr machen, indem man zum Beispiel mit
den Pferden auf Fototour geht und die reale Welt bis ins Detail im
Modellmaßstab nachbaut.
Außerdem gibt es von Zeit zu Zeit sogenannte Liveshows- das
sind quasi Zuchtschauen und Turniere sämtlicher Rassen und
Disziplinen in klein- die man mit seinen Pferden besuchen kann, falls
man sich mit anderen messen und austauschen möchte.
Wenn Sie auf "Fototouren"
klicken sehen sie ein paar besonders schöne Bilder die zeigen
was mit Modellpferden alles gemacht werden kann.
Alles was man braucht ist nur ein bißchen Fantasie!
Unser Stall existiert seit 2002. Alles begann ganz harmlos mit dem
Hengst Byzanz, der eine
ganze Weile allein war und dann begann sich die Herde rapide zu
vermehren.
Und woher kommt der Stallname? Das ist einfach. Ich hatte schon vorher eine allgemeine Webseite namens
www.my-ivorytower.de
also bekam der Elfenbeinturm halt einfach einen Stall und dieser hieß dann naheliegend "Ivorytower Stables".
Da ich mit meinem Modellgestüt gerne so realistisch wie
möglich die Welt der richtigen Pferde nachstellen
möchte haben meine Pferde natürlich auch eine
Abstammung.
Die meisten meiner Pferde haben bereits eine, bei einigen fehlt diese
noch weil ich noch nach geeigneten "Elterntieren" suche.
Manche meiner Modellpferde haben andere Modellpferde als Eltern, andere
haben richtige Pferde als "Eltern".
Egal was für eine Abstammung sie haben, ich achte in jedem
Fall darauf das die Eltern sowohl zueinander als auch zu dem
"Nachkommen" passen damit es möglichst glaubwürdig
wird. Das heißt ganz wie ein richtiger Züchter
beachte ich die Gebäudemerkmale, Vorfahren und Fellfarbe des
potentiellen "Elterntieres".
Meine Modellpferde werden nicht älter, d.h. ein Modell das ein
15jähriges Pferd darstellen soll, bleibt für immer 15
Jahre alt.
Die Eltern die dazu ausgewählt wurden, sind in dem Moment
altersmäßig passend gewesen. Wenn es sich um echte
Pferde handelt, muß man natürlich in Kauf nehmen das
diese irgendwann altern und sterben während der Nachkomme
weiter existiert.
Damit man besser durchblickt, steht auf den virtuellen
"Stalltafeln" meiner Pferde hinter den Namen ihrer Vorfahren
ein (r) - wenn es sich um ein richtiges,
lebendes Pferd handelt
ein (m) - wenn es sich um ein Modellpferd handelt
Noch ein kleiner Hinweis:
Falls Sie entdecken das ihr wirkliches Pferd hier plötzlich
einen Modellnachkommen hat- ich mache mit den Modellen weder Profit
noch Gewinn, es ist lediglich mein Hobby. Ich benutze die Modelle nicht
um damit für richtige Pferde Werbung zu machen.
Falls es Sie trotzdem stört das der Name ihres Pferdes in der
Abstammung eines meiner Modellpferde auftaucht bitte ich um eine kurze Email
und ich werde den Namen unverzüglich aus meiner Webseite
entfernen.
Wie ich
das Modellpferde Hobby sehe
Ich würde mich selber niemals als Modellpferdesammler bezeichnen, da mir persönlich der aktive Teil des Hobbies wesentlich mehr Spaß macht als "nur" Schätze im Regal zu horten. Wenn man also schon mit irgendwas vergleichen muss, dann vielleicht am ehesten mit Puppenstubenbastlern oder eher entfernt mit Modellbau-Leuten.
Das Schöne und die Hauptsache am Hobby sind
für mich das kreative Arbeiten (Pferde und Zubehör
basteln) und dann mit den Pferden draußen realistische Bilder
zu machen.
Das Showen ist mir nicht so wichtig, obwohl meine Pferde mal hier und
da auf einer Fotoschau starten dürfen und wir uns auch schon
auf die eine oder andere Liveshow verirrten.
Wenn man sich auf meinem "Hof" so umschaut sieht man eine
bunte Mischung an Pferderassen, denn ich habe zwar ein paar
Rasseschwerpunkte, aber trotzdem bin ich mehr als einmal dem "Liebe auf
den Ersten Blick" Syndrom zum Opfer gefallen wenn ich ein Cust sah das
mir so gefiel das es unbedingt hier einziehen musste.
Mittlerweile gibt es hier deutlich mehr veränderte Pferde als
OFs (OF =Original Finish (also im Fabrikzustand)), da diese
für mich einfach realistischer und mehr wie ein
echtes Pferd aussehen. Die OFs die noch hier sind, sind die die ich so
schön fand das ich sie auch als OF sehr mag, also werden diese
auch niemals gecustet.
Bei veränderten Modellpferden (Customs oder Custs) lege ich
größten Wert darauf das sie möglichst
anatomisch korrekt sind. Bei unveränderten Pferden hat man ja
nicht so viel Einfluss darauf (aber natürlich kann man gleich
beim Aussuchen vermeiden "Krücken" zu kaufen.).
Offensichtliche Fehler wie endlose Schlangenhälse mit
"Genickbruch" oder extreme Fehlstellungen und "Knochenbrüche"
werden sich daher an meinen
Pferden nicht finden.
Bei meinen eigenen Arbeiten schleichen sich
natürlich
bisweilen noch Gebäudemängel ein, aber ich versuche
diese
nach bestem Gewissen zu vermeiden oder zu minimieren und bin auch
für konstruktive Kritik stets offen, da ich meine Arbeiten
niemals als perfekt hinstellen würde.
Pferde verändern ist schließlich ähnlich
einem Handwerk, Übung macht den Meister und bis man da ankommt
dauert es halt etwas!
Mein Ziel ist allerdings jetzt schon Pferde zucusten, die so
rassetypisch wie möglich sind und die einen lebendigen,
individuellen Ausdruck haben.
Bei den Custs geriet ich schon ganz von selbst auf die Spur der Oldie
Custs, denn meine ersten gekauften Custpferde waren schon bejahrter und
wurden von ihren Vorbesitzern recht günstig abgegegben, um
Platz für neue Pferde zumachen.
Für mich waren sie jedoch nach etwas
aufpäppeln/restaurieren tausendmal schöner als viele
der aktuellen Custpferde.

Die "alten Herrschaften"
haben irgendwie
etwas ganz Besonderes an sich und oft auch mehr persönlichen
Ausdruck als neuere Custs. Es ist fast als würden sie den
Spaß wiederspiegeln den die Leute hatten als sie
verändert wurden.
Dank Juliane (LBR) durfte ich auch schon viele
"lebende Legenden" der
Deutschen MP-Szene und genausoviele Veteranen die aus den USA nach
Deutschland geholt worden waren live sehen und in die Hand nehmen.
Dies festigte noch den ersten Eindruck den ich schon für mich
selber gewonnen hatte, nämlich das die alten Custs etwas
Besonderes sind und unbedingt erhaltenswert- auch wenn sie manchmal
kleinere Zipperlein wie Risse und Haarausfall haben.
Und so kann ich heute sagen das ausser den Pferden die ich selber
verändert habe, ihn meinen Regalen nur ältere Custs
und einige echte Oldies stehen.

Bei mir bedeutet alt allerdings nicht krank und mein "Hof" ist
alles
andere als ein Gnadenhof wo die Alten sich im Regal die Beine in den
Bauch stehen müssen.
Wessen Zustand es zuläßt (=es steht nicht zu
befürchten das Körperteile abfallen), der
kann auch
"arbeiten" und kommt mit zum Fotos machen. So mancher Oldie
sieht auf
Fotos draußen wieder taufrisch aus.
Die Pferde die zu mir kommen, bleiben in 99% der
Fälle auch hier, denn ich möchte keinen
"Handelsstall" betreiben sondern nach und nach meine Traumpferde hier
versammeln.
(Royal
Snowflake, links, Cust von 1987,
im Jahr 2007 im Schnee)
Beim Basteln habe ich nun auch immer mehr Spaß, da ich merke
das sich langsam erste Fortschritte einstellen und ich immer mehr gut
hinbekomme. Das macht dann schon irgendwie stolz. :o)
Insgesamt ist es nun so das wir (zum Glück!) inzwischen
praktisch Selbstversorger sind, denn alles was ich schön
finde,
brauche oder sonst wie gerne hätte (vom Custmodell bis
Zubehör) kann ich mittlerweile auch selber nach echten
Vorbildern
herstellen und bin somit völlig unhabhängig von
sämtlichen Moden und Meinungen auf dem hiesigen Modellimarkt.
Man sieht man kann mit diesem Hobby viel Freude haben- in diesem Sinne:
Viel Spaß!